Kindergruppe in Kempen
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Nabu - Kempen auf Gut Heimendahl
15. und 16.Mai.2010

Wie in den vergangenen Jahren engagiert sich der NABU – Kempen am Tag des offenen Hoftores auf Gut Heimendahl. Über eine breite Palette an Themen über den Natur- und Umweltschutz konnten sich die Besucher informieren.
Ein Schwerpunkt bildete die Information über Wildbienen.
An einer Werkbank konnten Kinder Nisthilfen für Wildbienen basteln. Mit unterschiedlich starken Bohrern wurden Löcher in vorbereitete Holzstämme gebohrt um verschiedenen Arten von Wildbienen die Möglichkeit eines Nestbaues zu geben.
Diese kleinen Wildbienenhotels konnten die Kinder mit nach Hause nehmen um sie an einem sonnigen Plätzchen im Garten oder auf dem Balkon aufzuhängen.

Für Naturfreunde gab es auch Nisthilfen für Wildbienen und Nistkästen für heimische Vögel zu kaufen.
Harry Abraham vom NABU – Ortsverband Willich klärte die Besucher über das Leben und den Nutzen der Wildbienen auf. Wie es hinter diesen zugemauerten Eingangslöcher zum Nest der Wildbienen aussieht überraschte und interessierte die Besucher. Einen Honigbienenstock hatten die meisten schon gesehen, aber so ein „Kettennest“ wo die Brutzellen hintereinander angeordnet sind, war für viele Menschen Neuland.

Die Zellen in einem 8mm großen und 80mm tiefem Loch waren jeweils mit einem Ei und einem Pollenvorrat von einer Mauerbiene bestückt und anschließend durch eine dünne Lehmwand von der nächsten Zelle getrennt worden. Zehn solcher Zellen waren hintereinander in einem Schaunest aufgereiht.
Besonders im April und Mai leisten die Wildbienen eine enorme Bestäubungsarbeit.
Durch ihre Bauchbürste an der z.B. die Mauerbiene den Pollen sammelt, werden die Blüten bei jedem Anflug besonders gut bestäubt und sorgen somit für eine reichhaltige Obsternte.

Günter Wessels vom NABU – Ortsverband Viersen bastelte in einem eigens aufgebauten „Tonstudio“ Figuren aus Ton, die die Kinder anschließend mit nach Hause nehmen durften. Mit Nabu-Schürzen bekleidet und leicht feuchtem Ton formten die Kinder Raupen, Schnecken oder Igel. Der Fantasie waren hier keine Grenzen gesetzt.

Etwas zu gestalten, mit den eigenen Händen formen macht immer wieder Spass.

Mit viel Geschick wurden hier Löcher in kleine Rundhölzer gebohrt, damit die Wildbienen einen Unterschlupf und Brutplätze für ihren Nachwuchs finden.

Viele Kontakte wurden geknüpft und so mancher Besucher wollte sich nach der Information mehr um den Naturschutz kümmern.
Harry Abraham
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