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Vorgestellt: Hans Palm
von Harry Abraham

Seit nun 30 Jahren beschäftigt sich Hans Palm mit Natur und Umweltschutz.
Er ist NABU-Ortsleiter in Kempen, Ansprechpartner für Fragen der Hausbegrünung und des Bienen-, Wespen- und Hornissenschutzes.
Dem pensionierten Verwaltungsamtmann liegt der Natur- und Umweltschutz mit seinen vielfältigen Themen besonders am Herzen.
Die Liste der Aktivitäten Hans Palm‘s ist lang und immer unvollständig. Eine Aufzählung wird hier gar nicht erst versucht.
Viel interessanter ist es dagegen, nach den Wurzeln seiner Naturverbundenheit zu fragen.


Der Bollenhut

„Wir wohnten in Gutach/Schwarzwaldbahn im Haus des Oberlehrers Nickel. Daneben stand der größte Bauernhof im Dorf“, erinnert sich Palm an die Jahre von 1939 bis 1946. Knappe drei Jahre war der kleine Hans, als seine Mutter mit ihm zu Beginn des 2. Weltkriegs von Kempen in den Schwarzwald zog. „Wer Gutach nicht kennt: Das ist der Ort, wo die unverheirateten Frauen die berühmten roten Pompons auf den Hüten tragen“, ergänzt Palm.

Aber es waren wohl weniger die Kleidungsstücke der Damen, sondern eher die 25 Kühe und Zugochsen des Bauern, die bunten Wiesen und Weiden oder die Forellen und Krebse im Sulzbach, die den Knirps vom Niederrhein faszinierten. „Mit den Kindern des Bauern stieg ich fast täglich zum Kühe hüten auf die Bergwiesen. Elektrozaun war noch ein Fremdwort.

 

 

VogtbauernhöfeAuch wenn´s kitschig klingt, ich fühlte mich wie ein Spielkamerad von »Heidi«.“ In der mit Heu gefüllten Scheune wurde Verstecken gespielt, im Winter fuhr man mit dem Schlitten. Und auch die eine oder andere Kakerlake, die aus der offenen Esse der Hofküche in die Suppe fiel, habe bei ihm mehr Neugier als Ekel ausgelöst, gibt Hans Palm freimütig zu.
Die Kindheitseindrücke blieben prägend. Zwar verdiente sich Palm sein Geld als „Büromensch“. Sein privates Engagement galt und gilt jedoch dem Erhaltder Umwelt. So unterstützte er den WWF und BUND und wurde Fördermitglied bei Greenpeace.

Als Palm 1978 bei einer Ausstellung in Krefeld schließlich genaueres über Ziele und Aufgaben des NABU auf örtlicher Ebene erfuhr, trat er auch dieser Naturschutzorganisation bei. Viele Entwicklungen, die den Natur- und Umweltschutz vor allem in Kempen betreffen, tragen seither seine Handschrift.
Wo immer Raum für die Natur geschaffen werden kann, steht Hans Palm notfalls auch gegen Widerstände mit Rat und Tat bereit. Naturschutz ist keine bequeme Sache, das hat Hans Palm schon oft gespürt, aber mit Energie und Hartnäckigkeit werden von Ihm Projekte und Ziele verfolgt.

 

 

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